Archive for the ‘Grand-Slam’ Category

Australian-Open: Azarenka erkämpft sich den Sieg…

… und die Topposition der Weltrangliste!

Es war schon ein spezielles Grand-Slam-Finale. Es ging nicht nur um den Titel beim ersten Major des Jahres, sondern auch um die Nummer eins in der Weltrangliste. Durch ihr frühes Ausscheiden im Achtelfinale machte Caroline Wozniacki (DEN, ab Montag statt Nummer 1 Nummer 4 der Welt) die Spitze frei. Es waren entweder Petra Kvitova (CZE), Maria Sharapova (RUS) oder eben Victoria Azarenka (BEL), die eine Chance auf den Thron der Tenniswelt hatten.

Im Finale standen sich dann Maria Sharapova (setzte sich im Halbfinale gegen Petra Kvitova durch) und Victoria Azarenka (siegte gegen Kim Clijsters) gegenüber. Die ersten zehn Minuten des sprachen eher für Maria Sharapova: die Russin konnte die ersten beiden Spiele für sich entscheiden. Doch Azarenka ließ sich so leicht nicht unterkriegen und schaffte den Ausgleich. Im weiteren Verlauf der Final-Begegnung ließ die Weißrussin nur noch einmal zu, dass ihre Gegnerin ein Spiel für sich gewinnen konnte. Der erste Satz ging in Folge dessen mit 6:3 an Victoria Azarenka.

Auch im zweiten Satz fand Sharapova nicht zu ihrer Form zurück und musste sich mit 6:0 im zweiten geschlagen geben. Die Russin wirkte vor allem in der Mitte des zweiten Durchganges enorm verunsichert. Als hätte sie das Match schon abgeschrieben. Azarenka indess überzeugte, indem die knallhart an ihrem Spiel festhielt und ihr selbstbewusstes Auftreten durch nichts erschüttern ließ.

Endergebnis: 6:3 6:0

In meinen Augen ist Victoria Azarenka eine verdiente Australian-Open-Siegerin und eine tolle neue Nummer eins!

Herzlichen Glückwunsch, liebe Vika!

Eure MissWTA

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French-Open: Eine Chinesin schreibt Geschichte

Was für ein Finale, meine Lieben, was für ein Finale. Gebannt saß ich vorm Fernseher, um mir die Live-Übertragung zu Gemüte zu ziehen. Und es war wahrlich kein  Fehler, den Nachmittag mit einem Tennis-Match zu verbringen. Was gezeigt wurde war tolles Tennis. Ein Match voller Emotionen, voller Freude und voller Hoffen und Bangen. Für alle, die sich dieses geschichtsträchtige Match nicht ansehen konnten, habe ich fleißig mitgeschrieben, um euch hier eine detaillierte Zusammenfassung geben zu können.

Mittlerweile dürfte es allgemein bekannt sein, dass im besagten Finale der French-Open Titelverteidigerin Francesca Schiavone (WRL 5) auf die Chinesin Na Li (WRL 7) traf. Die beiden Kontrahentinnen trafen zuvor schon vier mal aufeinander; die Bilanz war mit 2:2 ausgeglichen. Von den vier Begegnungen fand lediglich die zweite auf Sand statt. Schiavone siegte damals. Dass es im Laufe des heutigen Finals anders kommen sollte, ahnte vor Matchbeginn kaum jemand. Die Sympathien der Zuschauer auf den Ränken des Courts „Suzanne Lenglen“ waren klar verteilt: Die Mehrheit wollte die Titelverteidigerin erneut siegen sehen. Gelang es in der Geschichte des Tuniers bisher doch lediglich fünf Spielerinnen, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zu siegen. Dies waren  zum Beispiel Steffi Graf, Monica Seles und Justine Henin. Im Falle einer Titelverteidigung wäre Francesca Schiavone also die fünfte in dieser fast schon royalen Liste gewesen. Auch hätte sie die E rste 30 Jährige seit Martina Navratilova 1990 in Wimbledon gewesen, der es gelang, ein Major zu gewinnen.

Doch auch im chinesischen Lager befand man sich in der komfortablen Lage, Geschichte schreiben zu können. Im Falle eines Sieges nämlich wäre Na Li nicht nur die erste Finalteilnehmerin (erstmalig bei den Australian-Open 2011), sondern auch die erste Grand-Slam-Siegerin gewesen, die aus China bzw. aus Asien kommt. Des weiteren rückt die 29 Jährige Chinesin auf Platz vier der Weltrangliste vor – so hoch wie noch nie eine Chinesin oder auch nur Asiatin vor ihr. Dies wäre allerdings auch bei einer Final-Niederlage der Fall gewesen.

Bevor ich zum ersten Satz komme, hier ein paar Fakten betrefflich der Finalistinnen:

Francesca Schiavone

Na Li

Nationalität

Italienisch

Chinesisch

Aktuelle Weltranglistenposition

5

7

Alter

30 Jahre

29 Jahre

Größe

1,66 m

1,72 m

Gewicht

64 kg

65 kg

Größte Erfolge der aktuellen Saison

–         Sieg in Sydney

–         Finalteilnehmerin der Australian-Open

–         Halbfinalteilnehmerin in Brüssel

Der erste Satz… Den allerersten Punkt im ersten Spiel konnte die Italienerin  bei eigenem Aufschlag für sich gewinnen. Nachdem ihre Gegnerin, Na Li, dann aber die Chance auf ein Break hatte, ließ Schiavone dies nicht zu, sondern entschied das erste Spiel für sich. In den nächsten drei Spielen lief es sehr aufschlagspezifisch ab, was heißt, dass immer die Spielerin, die Aufschlag hatte, auch das Spiel für sich entscheiden konnte. Beeindruckend war schon in jener frühen Phase des ersten Satzes die Beinarbeit der Chinesin. Li lief jedem Ball nach und schaffte es, selbst unmöglich scheinende Bäller mit einer scharfen Präzision zurückzuspielen. So kam es, dass der Chinesin im fünften Spiel des ersten Satzes das Break zum 3:2 gelang. Zu diesem Zeitpunkt waren der Chinesin schon 10 direkte Punktgewinne geglückt. Auffälligerweise war es Li, die das Tempo im ersten Satz vorgab und die Initiative ergriff. Schiavone wirkte schon von Beginn an, als fände sie keinen wirklichen Zugang ins Match. Die Italienerin kam scheinbar nicht mit den harten Bällen ihrer Gegnerin und noch weniger mit dem ihr aufgezwungenen Spiel klar. Es war an ihr, einen Ausweg aus der Misere zu finden, wenn sie als Siegerin nach Hause gehen wollte. Sie fand keinen. Zwar konnte Schiavone sich noch etwas an ihre Gegnerin heranpirschen. Trotzdem machte diese den ersten Satz mit 6:4 zu.

Der zweite Satz… sah da schon wieder ganz anders aus. Der erste Punkt des ersten Spiels ging an Na Li. Auch das erste Spiel an sich konnte sie durch ein Break für sich entscheiden. Besonders aufregend in dieser frühen Phase des zweiten Satzes war der Moment, in dem es zum bisher längsten Ballwechsel des Matches kam. Es handelte sich um eine Breakchance Schiavones im 2. Spiel, die jedoch von Li zunichte gemacht wurde. Half nichts, denn das zweite Spiel ging an die Italienerin. Trotz einiger toll gespielter Bälle bekam der Zuschauer aber auch hier das Gefühl, Schiavone wäre immer noch nicht ins Spiel gekommen. Sie versuchte zwar das Tempo aus Li’s Spiel zu nehmen. Es blieb aber bei dem Versuch. Li indess schaffte es, Schiavones Spiel zu kopieren und konnte ihre Gegnerin daher sozusagen mit ihren eigenen Waffen schlagen. Nachdem Li schon einen Vorsprung von 4:2 innehatte, fing Schiavone sich plötzlich und setzte zur Aufholjagd an. Mit Erfolg. Der Höhenflug der Italienerin ging so weit, dass sie es auf einmal war, die mit 4:5 die Führung übernahm. Im zehnten Spiel setzte sie sogar zum Satzgewinn an, was Li tunlichst unterbindete. Sie schaffte es, wieder auf 5:5 heranzukommen. Nach einigem Hin und Her war im elften Spiel des zweiten Satzes wieder die Na Li da, die man in den ersten eineinhalb Sätzen kennen und schätzen gelernt hatte. Sie war wieder da, diese fast schon mechanisch anmutende Präzäsion und diese Leichtigkeit, die die Chinesin ausstrahlte. Doch auch Schiavone kämpfte wie ein Raubtier um die Verteidigung ihres im Vorjahr gewonnenen Titels. Der Wendepunkt in Schiavones Spiel kam, als Li einen Ball spielte, den Schiavone Außen gesehen hatte. Die Schiedsrichterin, eine junge Niederländerin, jedoch befand den Ball für gültig, da sie ihn auf der Linie gesehen hatte. Was folgte war eine hitzige Diskussion. Immerhin ging es für die Italienerin um einen Satzball. Li gewann nach dem kleinen Disput ein weiteres Spiel, verkürzte auf 6:6 und ermöglichte dadurch den Tie-Break im zweiten Satz.

Der Tie-Break… lief mehr als gut für die Chinesin. Schiavone vergab hier und da Bälle, lief sie nicht richtig aus oder verwendete eine fehlerbehaftete Technik. Na Li gewann diese letzte Challenge durch einen Ball Schiavones, den diese ins Aus spielte. 7:0 im Tie-Break für die Chinesin. Außer sich vor Freude ließ sie sich in die rote Asche von Roland-Garros fallen und konnte es kaum glauben: Sie war die neue Königin von Paris! Die erste Chinesin bzw. Asiatin überhaupt, der ein Triumph bei einem Grand-Slam gelang! Sie hatte Geschichte geschrieben! Sie würde für immer in den Sport-Geschichtsbüchern stehen!

Endergebnis: 6:4 7:6 (7:0)

Die Siegerehrung… war eine sehr emotionale Angelegenheit. Während die Zweitplatzierte, Francesca Schiavone, gefasst und nicht allzu enttäuscht schien, nahm Na Li ihre Trophäe nur zögerlich entgegen. Fast schon schüchtern gratulierte sie der Verliererin aus Italien und bedankte sich bei den Sponsoren, dem Tunierdirektor, den Ballkindern, den Schieds- und Linienrichtern, ihrer Box und natürlich dem Publikum.

Wie man am heutigen Tage gesehen hat, werden Märchen manchmal halt doch war. Was sagt ihr zu dem Verlauf der French-Open, die in diesem Jahr übrigens zum nunmehr 110. Mal ausgetragen wurden? Und wie fandet ihr das diesjährige Finale?

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern noch einen schönen Abend. Und der Siegerin des heutigen Tages möchte ich alle nur erdenklichen Glückwünsche ausrichten.

Eure MissWTA

French-Open: Bartoli verpasst Finale

Allen Hoffnungen der Pariser Fangemeinde zum Trotz gelang es der Lokalmatadorin Marion Bartoli nicht, ihren Finaleinzug perfekt zu machen.

Im Halbfinale traf die Französin, die derzeit Weltranglistenposition 11 belegt, auf die Titelverteidigerin Francesca Schiavone. Die Italienerin ließ ihrer Gegnerin kaum Platz für gewagte Aktionen, sondern schaffte es, sie immer weiter in Bedrängnis zu bringen. Endergebnis: 6:3 6:3 für Schiavone.

Es ist ja allgemein bekannt, dass ich absolut auf der Seite Bartolis stand und für Schiavone nichts übrig habe. Da erübrigt sich die Frage, wer meine Favoritin im Finale sein wird. Ich sage dazu nur: Go, Na Li!

Wer das Finale am morgigen Tage live mitverfolgen will, der kann dies ab 15:00 Uhr auf Eurosport tun. Wer das nicht schafft, dem liefere ich morgen einen detaillierten Bericht.

Bis morgen, MissWTA.

French-Open: Zweites Grand-Slam-Finale für Na Li

Der Tennis-Gott scheint es gut mit der Chinesin Na Li zu meinen: Zum zweiten Mal in diesem Jahr schaffte es die 29 Jährige, das Finale eines Grand-Slams zu erreichen – und das beim zweiten Grand-Slam des Jahres, den French-Open.

Bei den Australian-Open unterlag die Chinesin, welche die erste überhaupt war, der ein Grand-Slam-Finaleinzug gelang, der Belgierin Kim Clijsters. Clijsters schied bei den French-Open bereits früh aus.

Im Halbfinale, das heute abgespielt wurde, traf Li auf die Russin Maria Sharapova, die zuvor unsere deutsche Hoffnung Andrea Petkovic des Tunieres verwiesen hatte. Die auf sechs gesetzte Chinesin siegte mit einem Endergebnis von 6:4 7:5.

Li wird im Finale entweder gegen Francesca Schiavone (Italien, Titelverteidigerin) oder Marion Bartoli (Franreich) ranmüssen. ich bin in jedem Fall für Marion. Und ihr? Ich bin gespannt auf eure Meinung!

Das wars dann für heute von mir, eure MissWTA

French-Open: Petkovic unterliegt hoffnungslos!

Und schon wieder ist der Traum von einem deutschen Halbfinale bei einem Grand-Slam geplatzt. Die 23 Jährige Andrea Petkovic aus Darmstadt kämpfte sich bis ins Viertelfinale der French-Open vor und musste im entscheidenen Match gegen die ehemalige Nummer eins der Welt, Maria Sharapova aus Russland antreten.

Schon zu Beginn des ersten Satzes machte „Petko“ nich unbedingt den Eindruck, ihr bestes Tennis zu zeigen. Sie fand absolut keinen Zugang zum Match und unterlag im ersten Durchgang glatt mit 0:6. Ich hoffte inständig, dass sich das Blatt im zweiten Satz wenden würde. Fehlanzeige. Wieder dominierte die Russin, die das Viertelfinale im Endeffekt mit 6:0 6:3 für sich gewinnen konnte. Schade, schade, schade. Trtzdem an dieser Stelle ein herzliches Lob an Andrea petkovic. Es ist immerhin keine Selbstverständlichkeit, unter die besten 8 des Grand-Slams zu kommen.

Sharapova wird im Halbfinale gegen die Chinesin Na Li spielen müssen, die bei den diesjährigen Australian-Open bis ins Finale gekommen war, wo sie Kim Clijsters aus Belgien unterlag. Li gewann im heutigen Viertelfinale gegen Viktoria Azarenka (Weißrussland) mit 7:5 6:2. Mit „Vika“ wurde schon wieder eine meiner Favoritinnen aus dem Rennen geworfen… 😦

Bis morgen, eure MissWTA

French-Open: Halbfinaleinzug für Petkovic und Moonwalk für die Fans

Unsere beste Deutsche Andrea Petkovic schaffte heute beim zweiten Grand-Slam des Jahres erstmalig den Einzug ins Viertelfinale. Die 23 Jährige Darmstädterin musste gegen die Russin und Doppelspezialistin Maria Kirilenko ran, was zu einem regelrechten Thriller ausartete. Endergebnis: 6:2 2:6 6:4 für „Petko“. Und aus Freude über ihren Sieg legte Petkovic eine heiße Sohle aufs Parkett, oder besser gesagt auf den Court, indem sie Micheal Jackson’s „Moonwalk“ nachahmte. Immer für lustige Aktionen gut, die Andrea. So kennen und lieben wir sie…

In der Runde der besten acht wird unsere Landsfrau auf Maria Sharapova treffen, die bereits in vergangenen Jahren bei den French-Open gewann. Sharapova gewann im Achtelfinale gegen Agnieszka Radwanska (Polen) mit 7:6 7:5.

Eine andere Viertelfinalpaarung bestand aus Svetlana Kuznetsova (Russland) und Marion Bartoli (Frankreich). Meine persönliche Favoritin dieses Matches, Marion Bartoli, besiegte ihre russische Kontrahentin mit 7:6 6:4. Die Lokalmatadorin wird im Viertelfinale auf die Titelverteidigerin Francesca Schiavone treffen. Die Italienerin schaffte den Halbfinaleinzug durch einen Sieg gegen Anastasia Pavlyuchenkova. Die 19 Jährige gehört zu den aufsteigenden Sternen am russischen Tennis-Himmel und machte es Schiavone nicht gerade leicht. Verbissen erkämpfte sie sich den Gewinn des ersten Satzes. Auch im zweiten lag sie zuerst weit vorne, wurde aber trotzdem noch von Schiavone eingeholt. Endergebnis: 1:6 7:5 7:5 für die Italienerin.

Ich bin ehrlich gespannt auf die Begegnung zwischen Bartoli und Schiavone. Im Kopf-An-Kopf-Vergleich führt Zweitere mit 4:1. Dennoch ist es Bartoli, die gerade in den letzten Wochen immer mehr Verbesserung ihrer Form erkennen ließ.

Ich freue mich auf einen spannenden morgigen Tunier-Tag. Wenn ihr wieder live mitfiebern wollt, dann schaltet morgen einfach EuroSport ein!

Bis dann, eure MissWTA

French-Open: Zvonareva raus

Und schon wieder hat es eine Top-Ten-Spielerin erwischt. Diesmal war Vera Zvonareva aus Russland an der Reihe, die in der Weltrangliste derzeit auf dem dritten Platz geführt wir.

Zvonareva trat im Achtelfinale des auf 9,938,926 $ dotierten Grand-Slam-Tuniers gegen ihre Landsfrau Anastasia Pavlyuchenkova an und unterlag in drei hart umkämpften Sätzen mit 6:7 6:2 2:6.

Gegnerin Pavlyuchenkovas wird entweder Francesca Schiavone (Italien) oder Jelena Jankovic (Serbien) sein. Das Match läuft gerade. Zwischenstand: 6:3 2:3 für Schiavone :-(. Ich hoffe echt für JJ…

Eure MissWTA

Go JJ!!!